BMBF Konferenz „Erfolgreiche Entwicklung hybrider Leistungsangebote und digitaler Geschäftsmodelle im deutschen Mittelstand“, 22.3.2022, online

Im Rahmen der Konferenz stellt das HyValue Projekt gemeinsam mit 5 weiteren Verbundvorhaben zentrale Ergebnisse seiner dreijährigen Forschungs- und Umsetzungsarbeiten zu unternehmensübergreifender Kollaboration im Wertschöpfungsnetzwerk Automobilproduktion vor. Hier geht es zur Anmeldung: https://survey.ilin.eu/index.php/786245?lang=de-informal

Nancy Konferenz 19.6. – 23.6.2022

Im Rahmen der IEEE ICE Konferenz 2022 wird das HyValue Projekt in einem Workshop die zentralen Ergebnisse vorstellen. Die Konferenz ist als Hybridveranstaltung geplant, so dass eine Teilnahme vor Ort als auch virtuell möglich ist.

Das Projekt

Kollaborative Dienstleistungsarbeit im Wertschöpfungssystem

In häufig weltweit verteilten Wertschöpfungssystemen bilden Systemzulieferer in der Automobilindustrie die zentrale Schnittstelle zwischen den großen Herstellern einerseits und den meist kleinen Komponentenzulieferern andererseits. Ihre Rolle wird aufgrund zunehmender Verflechtungen in der Lieferkette sowie der wachsenden Bedeutung digitaler Systeme immer wichtiger und ihr Aufgabenspektrum erweitert sich: Sie müssen zu „hybriden Kollaborationsexperten“ werden, die die Steuerung, das Management sowie die Integration von Prozessen, Produkten und Services im Wertschöpfungssystem übernehmen. Für solche „kollaborativen Dienstleistungen“ sind geeignete Methoden und Prozesse sowie deren Einbettung in die unterschiedlichen Arbeitsorganisationen unabdingbar.

Ziele

Das Ziel des Forschungsprojekts HyValue ist die Entwicklung eines Konzepts für „kollaborative Dienstleistungsarbeit“ und darauf aufbauend die Entwicklung eines neuen Geschäftsmodells „hybrider Kollaborationsexperte“ für Systemzulieferer in der Automobilbranche, das Entwicklungs- und Produktionsprozesse zwischen den verschiedenen Akteuren koordiniert und zusammenführt.

Vorgehen

Am Beispiel des Termin- und Statusmanagements im Produktentwicklungsprozess werden Prozesse für „kollaborative Dienstleistungsarbeit“ gemeinschaftlich erforscht, gestaltet und erprobt. Die Erfahrungen und Anforderungen der unterschiedlichen Nutzer werden in eine interaktive Kollaborationsplattform integriert und Spielregeln für die Kooperation erarbeitet. Durch die Entwicklung eines digitalen Prozessmodells für Projektmanagement, das unterschiedliche Arbeitsweisen miteinander synchronisiert, wird die Einbeziehung von KMU erleichtert. Der Einsatz partizipativer Methoden sichert die Einbindung der Beschäftigten und Führungskräfte. Zur Nutzung virtueller Projekträume wird eine cloudbasierte Software entwickelt. Die erarbeiteten Lösungen werden in der Kollaborationsplattform als Kern des Geschäftsmodells „hybrider Kollaborationsexperte“ zusammengeführt. In neuen Arbeitsformen, bis hin zur Echtzeit-Zusammenarbeit aller Akteure werden die Beschäftigten zu „hybrider Kollaboration“ befähigt. Als Ergebnisse entstehen ein Gestaltungskonzept für die Kollaborationsplattform, ein Kompetenzatlas mit tätigkeitsbezogenen Rollen- und Kompetenzprofilen, Leitfäden für lernförderliche Arbeit sowie ein hybrides Referenzmodell für die Projektsteuerung.

Verbundpartner

Institut für Sozialwissenschaftliche Forschung e.V. – ISF München (Koordination) 
Hochschule Landshut 
Honasco Kunststofftechnik GmbH & Co. KG 
Lisa DRÄXLMAIER GmbH 
collaboration Factory AG